Familiar

Jemanden nie nicht mehr kennen | Jemanden nie nicht mehr kennen

                    Gefangen im Wissen | Geborgen im Herzen

                 Gelähmt auch im Geist | Dort zeitlos beschützt

                  Keine Frage ungefragt | Alle Masken abgelegt

                             Keine Falte neu | Alle Zweifel fern

                                                 2017


Ich denk an dich
Oh welche Kraft in diesem Satz
und welcher Spalt -
so zart mein Glück,
die Angst so kalt Du
könntest das
nicht von dir behaupten.

2007


Ob du's bist

So lang, so lang
schon suchte ich
nach einem, der mich liebt
Stimmt es denn nicht,
stimmt es denn nicht,
dass es den Richt'gen gibt?

Wie schön, wie schön
nur, wenn ich wüsst',
ob du mir bleibst, mein Schatz
Einmal mir sagtest -
(weißt du's noch?)
Nicht sicher sei mein Platz.

Den einen, einen
der für dich
der Deckel für den Topf
Der niemals zweifelt, immer bleibt
im Herzen und im Kopf

Bist du's, bist du's
so sag mir doch,
die Worte, die ich meine
Bist du's, bist du's, 
so stille doch,
die Tränen, die ich weine.

So fest, so fest
glaubt ich daran,
die Alten hätten Recht
und diese, diese eine Wahrheit
von Liebe, die sei echt.

Was kann ich tun,
was kann ich tun,
zu wissen, ob du's bist?
Ob diese alte Weisheit gar
nicht doch gelogen ist?

So lang, so lang schon
gehörn dir
nun alle meine Werke
So viel, so viel
gehört dazu
an Ausdauer und Stärke.

Weiß nicht, weiß nicht,
was soll ich geben
als alle meine Liebe
Wenn sie nicht reicht,
wenn sie nicht reicht,
nichts gäb es, das mir bliebe.

                                                          2011


sauveur

Wärst du nicht gekommen,
ich wäre verhungert
ganz heimlich, einfach so.
Hätt beharrlich nichts mehr gegessen,
wär verstorben im Nirgendwo.

Wärst du nicht gekommen, 
ich wäre verblutet
ganz langsam, innerlich.
Unbemerkt ist die Wunde gewachsen,
überzeugt, bald zerstöre sie mich.

Wärst du nicht gekommen,
ich wäre erstickt
am Schweigen der Einsamkeit.
Denn diese tötet so lange
bis keiner mehr übrig bleibt.

Wärst du nicht gekommen,
ich wär wohl verloren
in tiefer Dunkelheit.
Hätte nicht mehr hinausgefunden
und alleine ist jeder Weg weit.

Wärst du nicht gekommen,
ich wäre verbrannt.
Schon leckten die Flammen an mir.
Da hast du mich rausgezogen,
aus den heißen Feuern zu dir.

Wärst du nicht gekommen,
ich wäre erfroren
hilflos, Stück für Stück.
Doch als ich längst aufgab, mich zu wehren
brachtest du mir die Wärme zurück.

Wärst du nicht gekommen,
ich wäre ertrunken
in meinen eignen Tränen.
Hab einfach aufgehört zu kämpfen,
entgegen allen Plänen.

2008


wiedergeburt

ich weiß nicht, ob mein herz
schlägt, wenn du nicht da
bist. ich spüre
keinen atem.
meine gedanken verschwinden und
kommen
nicht wieder.
ich werde blind und taub.
mein blut, meine stimme
alles nimmst du mit und schließt
es für mich ein. denn ohne
dich brauche ich nichts davon.

wochenlang hungre ich
ohne puls
wochenlang schweige ich
ohne traum

kommst du wieder, vermehrt sich
die welt
und die lichter sind zurück.
nur du, nur du,
verstehst du denn nicht?
allein in deinen schönen armen kann ich spüren
dass ich lebe

2010


La preuve 

Still und heimlich
verschwinden meine Worte.
Wo hältst du sie versteckt?
In deiner Gegenwart hab ich
nicht eines mehr entdeckt.

Mit voller Absicht
verschlägst du mir die Sprache,
kann nur noch staunend sehn:
Bringst mich um Schlaf und um Verstand
und lässt mich ratlos stehn.

Es braucht nur einen
deiner Blicke, das Leben anzuhalten.
Die Welt, sie schlägt nicht mehr.
All das, was vorher wichtig schien,
ist längst zu lange her.

Völlig vergebens,
(hörst du's nicht?)
schrei ich um Kopf und Kragen.
Einmal, einmal in deinem Wasser
hohe Wellen schlagen !

Nach Strich und Faden
verdrehst du mir den Kopf,
wirfst mich aus jeder Bahn.
Brichst alle meine Regeln gar
und schaust mich schamlos an.

Längst ist bewiesen
meine Unschuld.
So kann ich nichts dafür:
Du bist es, der mich so verwirrt,
dass ich mich schier verlier.

Ohne zu fragen,
füllst du mein Blut
mit Endorphinen voll.
Weiß nicht woran, wenn nicht an dich,
ich nunmehr denken soll.

Da ist nur eins, 
wenn du erlaubst,
um das ich still dich bitt.
Raub mir den Atem und Verstand 
und hör' nie auf damit.

                                                        2011


Absoluter Moment

Keiner, der mich sah wie du
          reinundohneschuld
Der mir gab so viel an Freiheit.
Wissen. Zeit. Geduld.

Sag, wie kann ich geben dir,
was du für mich getan?
Wär's nicht um dich, mein Leben hier
hätt nichts von dem erfahr’n !

So viel gelernt so viel gelebt
so viel bin ich seither.
Wie oft hab ich vor Glück gebebt
mein Herz ist nicht mehr leer.

Und was auch nun passieren mag,
sag nichts und schweige still.
Nimm all die Hoffnung, die ich trag,
Und nimm mein Wort
ich will.

2012

 


suche

wo bist du den ich suche
und rufe tag und nacht
der du mich alle zeiten 

um den schlaf gebracht

komm her zu mir ich brauche dich
soll ich zu dir ich trau mich nicht
was wenn du sagst dich such ich nicht 
du bist sie nicht die meine

und du gehst fort und ich steh da
und stehe da und weine

2006

 

 

                                                   

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